Zur Marke

Felix und ich haben uns am Anfang unseres Studiums im Sommer 2004 kennen gelernt und seitdem in jedem Semester an mindestens einer Aufgabe zusammen gearbeitet. Es hat sich halt so ergebenâĦ aber es hat jedes Mal aufs Neue erstaunlich gut funktioniert, so dass für uns relativ schnell feststand auch neben dem Studium Projekte gemeinsam anzupacken.
Die Idee eine eigene Firma zu gründen lag sicherlich nahe. Da wir allerdings genug mit dem Studium und freiberuflichen Jobs zu tun hatten (und haben) wollten wir nichts überstürzen. Für ein eigenes Unternehmen kann Berufserfahrung niemals schaden, so dass auch unser Diplom zwar ein Startschuss in Richtung Selbstständigkeit ist, aber der Weg bis zum Ziel sicherlich noch das ein oder andere Jahr in Anspruch nimmt.

Die erste Anstrengung war die Namensfindung. Wir sammelten beide Ideen, aber es war nichts dabei was so richtig passte. Entweder man konnte durch oberflächliche Recherche bereits jemanden finden, der eben diesen Namen verwendete, oder einem von uns gefiel der Vorschlag nicht. Zu platt, zu abgegriffen, zu weit hergeholt, zu altbacken, zu unverständlich, zu kompliziert, zu langweilig.
Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie wir Mitte April 2006 in der Cafeteria der Akademie mit Gregor zusammen saßen und über den Namen diskutierten. Von den tausend Vorschlägen, die während einiger Tassen Kaffee an mir vorüber flossen, kenne ich nicht mal mehr einen. Doch bei »Mausbrand« brach sofort Euphorie aus.

Die »Maus« (wie auch später im Logo zu sehen) ist unser Arbeitsgerät, aber gleichzeitig das kleine graue, vorsichtige Tierchen. Wie könnte man so etwas Niedliches, beinahe Unschuldiges, anstecken können? Aber ist nicht genau das unser Job?
Der »Brand« ist das Feuer mit dem wir bei der Sache sind. Die Energie. Das Unvorhergesehene. Das Unbändige. Der Wahnsinn.
Bei einem Feuer kann man alles verlieren, aber ohne seine Kraft würden wir wahrscheinlich immer noch auf den Bäumen leben.
Die Assoziation des englischen Wortes »Brand« — zu Deutsch: »Marke« — ist uns im ersten Moment überhaupt nicht bewusst gewesen und ist sicherlich ein netter Nebeneffekt.
Das Ganze ist ein zusammengesetztes Hauptwort, wie es im Deutschen so wunderbar möglich ist. Ein Neologismus. Eine Neuschöpfung. Und stößt genau aus diesem Grund beim ersten Hören oftmals auf Unverständnis — ein vermeintliches Missverständnis — wie bitte? Hier entsteht das Momentum, das den Namen ins Gedächtnis schweißt.

Sie haben schon richtig verstanden, wie der Hausbrand — nur mit M.


mausbrand|neues per email: versandt von FeedBurner.

2 Comments »

  1. verständlich, richtig, find ich gut!

  2. ich vergass den obligatorischen :-)



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